Januar, 2016

Liebe oder Wohlstand ? – wie Man(n) sicher ist, was SIE will!

Regiert Geld die Welt?

Liebe oder Wohlstand – bei einer Fernsehshow konnten die Kandidaten am Ende nach erfolgreichem Spiel eine Entscheidung treffen: Entweder für eine attraktive Frau oder einen Batzen Geld! Und was glauben Sie, was in den meisten Fällen passierte? Richtig, Sie entschieden sich lieber für die Moneten. Regiert deshalb wirklich Geld die Welt? Jan sagte mir, ohne Geld geht auch Liebe nicht. Man(n) braucht etwas fürs Leben, von Liebe allein hat man nichts zu essen.

Wohl wahr. Aber Liebe versetzt bekanntlich Berge. Man kann auch arm lieben. Geld ist das Mittel zum Zweck. Mit Geld liebt und lebt es sich auch leichter. Es kommt immer auf die Betrachtungsweise an und in welchem Umfeld man lebt. Ist man in einem Entwickungsland geboren, hat man ganz andere Bedürfnisse als in einer reichen Industrienation. Man sieht in einem wohlhabenden Land einfach mehr und hat andere Verlockungen. Wer arm in einem reichen Land lebt, leidet darunter sehr, weil um ihn herum das Warenangebot und die Verlockungen ganz andere sind.

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Hat man erst gar nicht dieses Angebot wie in armen Regionen Afrikas oder Indiens, kommt man auch erst gar nicht darauf, nach viel Geld zu streben. Hat Liebe deshalb dort eine andere Dimension? Vielleicht eine etwas andere Qualität. Liebe oder Wohlstand ist auch kulturell unterschiedlich definiert. Geld steht auch schon deswegen im Vordergrund, weil es das Überleben sichert.

Im Zweifel ist der eigene Magen wichtiger als die Liebe. Wer nichts zu essen hat, denkt auch erst mal nicht an Liebe. Sie ist das Sahnehäubchen oben drauf, wenn man genug materielle Güter zum Überleben hat. Es geht einem nicht nur mit Liebe gut, sondern eben auch mit Geld. Dort, wo die Reichtümer und der Luxus im Überfluss bereitstehen, ist man auch eher geneigt, über die Liebe an solche zu kommen.

Reiche Männer überhäufen gerne Ihre Frauen mit Gold, Brillanten und Pelzen, um damit der Welt zu zeigen, wir prall ihr Bankkonto gefüllt ist. Sie tragen quasi über ihre Geliebte ihren Reichtum vor sich her und verführen die Damen dazu, immer mehr zu fordern. Männer können also auch das Geldstreben bei Frauen provozieren und fördern. Dann steht schnell die Liebe im Abseits. Wir Leben nun mal in einer materiell orientierten Welt. Geld ist das Mittel zum Zweck, das Aushängeschild, ob wir wohlhabend sind oder nicht. Ausreichend Geld definiert unsere Zugehörigkeit zu einer bestimmten Klasse. Sind wir Ober-, Mittel- oder Unterschicht? Wir wollen eine bestimmte Kleidung tragen, ein besseres Auto kaufen, vielleicht ein Haus bauen, in Urlaub fahren, einen attraktiven Partner ergattern, schön aussehen, ins Fitnessstudio gehen, das Restaurant oder Theater besuchen, exquisite Lebensmittel kaufen und so weiter.

Für alles brauchen wir ausreichend Geld. Mit Geld ist man mächtiger, hat mehr zu sagen und darzusetellen. In der Politik sehen wir es doch tagtäglich, wie Geld die Welt regiert. Mächtige Wirtschaftskonzerne bestimmen das Leben, schicken Lobbyisten vor, um Gesetze nach ihrem Geschmack durchzudrücken. Unsere Leistungsgesellschaft animiert uns doch geradezu, ständig nach Geld zu streben. Erst danach folgt die Liebe. Oder haben Sie schon mal einen Arbeitgeber erlebt, der Ihnen vorschreibt, in Ihrem Job nach Liebe zu streben?

Sie sollen Leistungen erbringen und nur dafür werden Sie bezahlt. Unsere Denkweise ist materialistisch angelegt – das Streben nach immer mehr Reichtum, Geld und Luxus. So ticken wir Menschen halt nun mal. Man kann es jetzt nicht verallgemeinern und daraus schließen, dass Liebe in jedem Fall etwas mit Geld zu tun hat. In manchen Kulturen ist sogar eine Heirat ausgeschlossen, wenn einer der Partner arm ist und der andere reich. Das lassen schon die Familien nicht zu. Man sucht sich jemanden mit gleichen oder ähnlichem Status aus – Geld kommt quasi zu Geld.

Und auch gibt es das geflügelte Wort "… eine gute Partie machen", was nichts anderes heißt: Ein Aschenputtel sucht sich ihren Prinzen. Vor allem attraktive Frauen fühlen sich wert, einen reicheren Mann abzubekommen. Sie halten gezielt Ausschau nach einem besseren Leben – die Liebe kommt schon irgendwie. Attraktivität hat halt ihren Preis. Wer schmückt sich nicht gerne mit einem blendend schönem Partner?

Wahre Liebe – gibt es die überhaupt?

Es gibt Kulturen, in denen die Heirat ein reines Geschäft ist. In arabisch-muslimischen Ländern sowie China bestimmen häufig die Eltern, wen die Kinder zu heiraten haben. Es geht hier viel mehr um das Zusammenkommen zweier Familien – auch wirtschaftlich. In China beispielsweise halten die Eltern insbesondere von Söhnen Ausschau nach einer geeigneten Partie. Da wird viel auf Geld und Wohlstand geachtet. Da hat der Vater einen alten wohlhabenden Schulfreund, dessen Tochter im heiratsfähigen oder längst überfälligen alter ist. Man trifft sich zum gemeinsamen Essen, zum Meeting, zum Interview.

Dabei tauschen sich die Eltern aus und klopfen mögliche künftige Beziehungen ab. Die beiden Kandidaten beschnuppern sich, reden, tauschen Telefonnummern und Chats aus. Dann warten vor allem die Eltern ungeduldig darauf, was sich entwickelt. Manchmal hat auch die Oma ein gewaltiges Wörtchen mitzureden. Wenn ihr die künftige Kandidatin nicht gefällt, streckt sie auch schon mal den Daumen nach unten, denn sie hat ja auch das Geld mit in die Familie gebracht.

Natürlich haben die Heiratskandidaten auch ein Wörtchen mitzureden. Manchmal verebbt der Austausch auch schnell, weil es einfach nicht funkt. Da wird nach Körpergröße, Alter, Beruf und persönlichen Interessen geschaut. Schließlich sollen ja die Beiden ein Leben lang zusammen sein. Von Liebe, Küssen oder gar Sex ist dabei überhaupt nicht die Rede. Man geht vielleicht ins Kino, spazieren oder zum Singen in die Karaoke-Bar.

Die Heirat ist hier ein riesiges Geschäft. Das Paar macht das, was notwendig ist und erwartet wird. Vielleicht kommt nach der pompösen Hochzeit so etwas wie Liebe auf. Jedenfalls werden die Paare gut mit Wohnung, Auto, Jobs und sonstigem Luxus zum Start ausgestattet. Aber meist gehen solche Ehen schnell getrennte Wege. Die Damen befriedigen sich mit Luxus, Shopping und dem Treffen mit Freundinen, die Männer treffen Kumpels, spielen oder sind in den Bars zu finden. Man macht irgendwie ein Kind, weil genau das ja erwartet wird.

Die Männer sind vielleicht ein wenig stolz, den Kinderwagen wollen sie aber nicht durch die Einkaufsmeile schieben. Die Erziehung wird sowieso vielfach von den Eltern übernommen, die sich auf den Nachwuchs am meisten freuen. Wahre Liebe? Zwei Menschen treffen sich aus purer Liebe, ja es gibt so etwas häufiger in westlichen Kulturen, wo die Menschen viel freier von elterlichen Druck sind und selbst entscheiden können.
 

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